Biografie

Velimir Ilisevic

Geboren am 1. September 1965 in Sisak (ehemaliges Jugoslawien, heute Kroatien).
Aufgewachsen in Prijedor (Bosnien und Herzegowina) und Aufenthalt in Novi Sad (Serbien).

1989 Übersiedlung in die Schweiz.
1992 Vorkurs Schule für Gestaltung Zürich und endgültige Entscheidung für die Malerei.
2010 Eidgenössische Einbürgerung und Mitglied von Visarte Schweiz.

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen in der Schweiz und im Ausland.
Lebt in Stein am Rhein, Schweiz.

www.ilisevic.com
E-Mail velimir@ilisevic.com

Ausstellungen seit 2000, Auswahl

E Einzelausstellung
D Doppelausstellung
G Gruppenausstellung

2017 Stanista duha, Museum of Kozara, Prijedor (E)
Kulturzentrum Banski dvor, Banja Luka (E)

2016 *Zwischen Halt und Neubeginn, Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz (E)
Innenräume, Galerie Silvan Faessler Fine Art, Zug, (E)

2015 Galerie Sylva Denzler, Zürich (E)
Andere Wälder, Kunstverein Ulm, Deutschland (E)
Stiftung J. Gnädinger, Ramsen, Schweiz (E)
Malerei zwischen Gegenstand und Abstraktion, Galerie am Lindenplatz, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein (G)
Art Karlsruhe, Galerie am Lindenplatz, Deutschland (G)
ZürichKunst 15, Fine Art Silvan Fässler, Schweiz (G)

2014 «Wieder da», Städtisches Kunstmuseum Singen, Deutschland (G)
Veliki format, KC Novi Sad, Serbien (E)
Veliki format, SKC Belgrad, Serbien (E)
Ufer – neue Arbeiten, Atelier Alexander, Winterthur, Schweiz (E)
An attempt to build a house , VEBIKUS, Schaffhausen, Schweiz (D)
*ART Karlsruhe, One Man Show, Galerie am Lindenplatz, Karlsruhe, Deutschland (E)
Neue Ankäufe, Progr Kunstmuseum Bern, Schweiz (E)
Schneeschmelze, Galerie am Lindenplatz, Vaduz, Lichtenstein (E)

2013 «Flussentlang», Kunstraum Engländerbau, Vaduz, Liechtenstein (E) Kat.
«PLOP», 7 Positionen der Gegenwartskunst, Kunstverein Schaffhausen,
Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz (G) Kat.

2012 «Hodler, Dix, Vallotton … 25 Jahre Stiftung Sturzenegger»,
Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz (G)
Galerie Fronwagplatz, Schaffhausen, Schweiz (G)
«Obras sobre papel», Centro Rusaffa, Valencia, Spanien (E)

2011 «Spaziergang», Galerie Schönenberger, Kirchberg SG, Schweiz (E)
ERNTE 2011, Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz (G)

2010 KUNST 2010, Städtisches Kunstmuseum Singen, Deutschland (G) Kat.

2009 Kunstverein Ellwangen (mit Eckhard Froeschlin), Deutschland (D)
OXYD (mit Eckhard Froeschlin), Winterthur, Schweiz (D)
«Zeichen zeigen» (mit Eckhard Froeschlin),
Städtisches Kunstmuseum Singen, Deutschland (D) Kat.
«Zeichnungen und Malerei», Stiftung Joseph Gnädinger, Ramsen, Schweiz (E)

2007 «Die Malerei – ein Lebewesen» (mit Charles Wyrsch),
Galerie Gersag Emmen, Emmenbrücke, Schweiz (D)
«Koloristicka sazvezdja», Galerija HAOS, Belgrad, Serbien (E) Kat.
«Radovi na papiru», Centar za vizuelnu kulturu, Novi Sad, Serbien (E) Kat.
«Painting», Galerie Römer Fine Art, Zürich, Schweiz (E)

2006 Galerie Alexander, Winterthur, Schweiz (E)
Galerie W, Heiden, Schweiz (E)

2005 «Alles Gute!», Städtisches Kunstmuseum Singen, Deutschland (G)

2004 «Neue Tradition», Deutschmeistersaal, Wien, Österreich (E)
Galerie Alexander, Winterthur, Schweiz (E)
KUNST 2004, Städtisches Kunstmuseum Singen, Deutschland (G) Kat.

2003 ERNTE 2003, Museum zu Allerheiligen / Forum Vebikus, Schaffhausen, Schweiz (G)
«5 godina», Izlozbeni salon VS, Belgrad, Serbien (E) Kat.
«Malerei» (mit Bruno Ritter), Forum Vebikus, Schaffhausen, Schweiz (D)
«Wasser und Leben» (mit Radovan Kraguly), Galerie Wagner, Wallisellen, Schweiz (D)

2002 ERNTE 2002, Museum zu Allerheiligen / Forum Vebikus, Schaffhausen, Schweiz (G)
Centar za vizuelnu kulturu Zlatno oko, Novi Sad, Serbien (E) Kat.

2001 ERNTE 2001, Museum zu Allerheiligen / Forum Vebikus, Schaffhausen, Schweiz (G)
«Der Maler ist auch ein Künstler», Galerie Wagner, Wallisellen, Schweiz (E)

2000 ERNTE 2000, Museum zu Allerheiligen / Forum Vebikus, Schaffhausen, Schweiz (G)

Publikationen und wichtige Kritiken

Veliki format, Katalog 2014,
zu den Ausstellungen im Kulturzentrum Novi Sad und im Studentenkulturzentrum Belgrad

Daniel Morgenthaler, Katalogtext PLOP 2013,
zur Ausstellung des Kunstvereins im Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, 2013

Hortensia von Roda, «Neue Zeichnungen und Gemälde»,
Jahresbericht – Erwerbungen 2011/12, Sturzenegger Stiftung, 2013

Lucia Cavegn, «Spaziergang», Kunstbulletin, 2011

Christoph Bauer, «Zeichen der Existenz im Werk von Velimir Ilisevic»,
Katalog «Zeichen zeigen», 2009

Kathleen Bühler, «Stete Verwandlung», Katalog «Zeichen zeigen», 2009

Hortensia von Roda, «Zu Ilisevics Bilderwelten»,
Ausstellungstext Stiftung Joseph Gnädinger, Ramsen, 2009

Hortensia von Roda, «Stolz», Jahresbericht – Erwerbungen 2007,
Sturzenegger Stiftung, 2008

Dragana Kovacic, «Koloristicka sazvezdja», Ausstellungskatalog Galerija Haos, 2007

Jovan Despotovic, «Umetnicka memorija – slikarstvo Velimira Ilisevica»,
Treci program radio Beograda, 2007

Hortensia von Roda, «Werden, Sein, Vergehen»,
Jahresbericht – Erwerbungen 2006, Sturzenegger Stiftung, 2007

Sava Stepanov, «Radovi na papiru Velimira Ilisevica»,
Katalog Centar za vizuelnu kulturu Zlatno oko, Novi Sad, 2007

Tina Grütter, «Malerei als Lebewesen»,
Ausstellungstext Galerie Gersag Emmen, Emmenbrücke, 2007

Claudine Metzger, «Zeichnungen von Velimir Ilisevic»,
Jahresbericht – Erwerbungen 2003, Sturzenegger Stiftung, 2004

Tina Grütter, «Neue Tradition», Ausstellungstext, Deutschmeistersaal, Wien, 2004

Claudine Metzger, «Das ganze Leben», Katalogtext, 2003

Dragana Kovacic, «Lautes Flüstern», Katalogtext, 2003

Corinne Wagner, «Gemalte Bilder»,
Katalog Centar za vizuelnu kulturu Zlatno oko, Novi Sad, 2003

Velimir Ilisevic – Malerei der Anwesenheit

Es gibt Sprache, es gibt Kunst, weil es «das Andere» gibt. (George Steiner)

Der 1965 in Sisak (ehemals Jugoslawien) geborene und seit 1989 in Stein am Rhein lebende Schweizer Künstler Velimir Ilisevic ist ein Maler im klassischen Gattungssinn, der sowohl auf Leinwand als auch auf Papier arbeitet. Seine Bilder lassen schon bei der ersten Begegnung eine vitale, auf Begabung und Erfahrung sowie auf Sensibilität und Unmittelbarkeit beruhende Malkultur erkennen. Ilisevic versteht Malerei als ein primär auf die Sinne zielendes Ausdrucksmedium, das den spezifischen Qualitäten der Farbe, ihrem stofflichen und ästhetischen Eigenwert, grösstmögliche Freiheit gewährt. Doch bleibt sie stets dem Gegenständlichen verpflichtet, denn Farbe ist für Ilisevic kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zur Veranschaulichung, zur Vergegenwärtigung von Gesehenem, Erlebtem und Erinnertem in der realen Welt.

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Das Balkanpendel – Velimir Ilisevics neue Malerei

Erinnerungsfetzen
Mitzuteilen, was man sieht, schafft Orientierung und Verständigung. Diese Informationen verraten jedoch oft mehr über den, der sich äussert, als über das, was dieser sieht. Noch schwieriger wird es, wenn wir, losgelöst von der Person, nur noch die Gegenstände vor uns ausgebreitet finden, die sich irgendjemand bei einem Gang durch die Welt eingeprägt hat. Wir wissen nicht, warum gerade dies oder jenes mitgeteilt wird. Dass die Begegnung mit einem isolierten Gegenstand unvermutet zum Rätsel werden kann – diese Erfahrung wird vor jedem Bild Velimir Ilisevics neu zur Gewissheit. Denn die Bilder lassen uns auch in Bezug auf die Hintergründe, auf denen das Fragmentarische erscheint, fast durchwegs im Ungewissen. Es ist etwas da, das ist alles, worüber Sicherheit besteht: Ein Kinderschlitten, ein Gummiboot, zwei Stiefel, drei schwarze Kohlebügeleisen, ein Anzahl Fische, eine Axt, Herzhälften …

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